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Konzept der Kleingruppe 0−3 Jahre

„Es ist sein eigener Baumeister“

Das Kind ist mit einem großen angeborenen Potential ausgestattet, sich selbst zu entwickeln. Um dieses Potential nutzen zu können, benötigt es eine ihm angepasste Umgebung und das liebevolle Mitdenken seiner Bezugsperson. Die besten Chancen zur Entwicklung hat das Kind bei unseren Betreuern, da sie um seine Bedürfnisse  wissen, ihm Möglichkeiten und den Frieden zu seinem Selbstbau geben.
Das körperliche Wachsen des Kindes ist durch die natürlichen Gesetze der Entwicklung bestimmt, klar erkennbare Perioden, die bis zum Erwachsensein ständig wechseln. In gleicher Weise ist die psychische Entwicklung des Kindes durch vorgezogene Zeiten gegliedert, die nicht immer so klar ersichtlich sind. Zur körperlichen Entwicklung braucht das Kind Nahrung und Raum, zur geistigen und seelischen Entwicklung braucht es eine anregende Umgebung und liebevolle Menschen, die ihm das Handeln in seiner Umgebung  möglich machen – und es braucht Frieden, um seine Kräfte zu Selbstaufbau und Persönlichkeitsentwicklung einsetzen zu können.

Frieden vermittelt der Erwachsene, der den großen kreativen Selbstaufbau des Kindes erkennt und diesen Prozess mit Verständnis begleitet. Hemmnisse und Hindernisse werden später in einem gestörten Persönlichkeitsbild sichtbar. Deshalb nennt man zwei Erziehungsziele aus biologischer und sozialer Sicht:


Erziehung muss Hilfe zu leben und Vorbereitung auf das Leben sein

Das Kind lernt durch handeln und Erfahrungen, die es durch das Handeln gewinnt. Deshalb benötigt das Kind eine besondere Umgebung und eine Reihe von verschiedenen, kulturabhängigen Angeboten.

Die vorbereitete Umgebung spielt eine Schlüsselrolle für die Entwicklung des Kindes. Sie ist so ausgerichtet, dass sie die lebendigen, momentanen Bedürfnisse des Kindes erfüllt und es zu einer Persönlichkeit heranwachsen lässt. Hier hat das Kind die Gelegenheit, all das bewusst zu erfahren, was es bereits früher durch seinen absorbierenden Geist im Alter von 0−3 Jahren aufgenommen hat. Es speichert, vertieft und verfeinert sein Wissen für die Entwicklung.

Das Kind kann seine wirkliche Persönlichkeit und Entwicklungsstufe nur zeigen, wenn es in Freiheit und Frieden in seiner Umgebung handeln darf:

Freiheit und Frieden geben dem Kind die Gelegenheit zu leben und sein Leben nach seinen eigenen inneren Gesetzen und Bedürfnissen zu gestalten.

Freiheit der Bewegung: Das Kind gewinnt durch Bewegung und das Handeln Erfahrungen. Das Kinderhaus plant diese Aspekte bewusst ein, so dass das Kind in der Bewegung und durch sein Handeln den Grundbedürfnissen seiner Kindheit nachkommen kann. Das Kind erobert seine Umwelt durch Bewegung. Die natürliche und spontane Bewegung wiederum formt Geist und Seele.

Freiheit zur Wahl: Bei freier Wahl wird das Kind durch eine innere Motivation geleitet. Die innere Motivation lässt es zu den Dingen greifen, die seinen Bedürfnissen entsprechen, sie befriedigen. Eigenmotivation ist der Schlüssel zu jedem psychisch ausgeglichenen Lernen.

Freiheit zur Wiederholung: Das Kind braucht Zeit und Gelegenheit, die unterschiedlichen Handlungen zu wiederholen, um in seiner Entwicklung weiter zu kommen. Spontane, oftmalige und unaufgeforderte Wiederholungen sind ein Phänomen, das immer dann auftritt, wenn alle Bedingungen passen: das Kind findet genau das Material, das seinen inneren Bedürfnissen, seiner sensiblen Phase, entspricht – und die äußeren Umstände gestatten es. Es wiederholt dann so oft, bis es gesättigt ist. In dieser Wiederholung lernt es die Gegenstände seines Interesses intensivst kennen und handhaben, es entwickelt zudem Ausdauer und Konzentration.

Freiheit, den Gefühlen Ausdruck zu verleihen: Gemütsbewegungen und Gedanken sind wesentlich an der sozialen und geistigen Entwicklung eines Kindes beteiligt, der Aufbau der Sprache hängt direkt davon ab. Das Kind braucht die Gelegenheit seine Gefühle zu zeigen, um Sprache zu entwickeln. Es braucht einen Erwachsenen, der mit ihm fühlt, spricht, handelt, der es spiegelt.

Freiheit durch soziale Kontakte: Kinder brauchen Freiheit, in ihrem eigenen Sozialgefüge zu leben und zu arbeiten. Sie lieben es, ihre Probleme selbst zu lösen, oft entsteht Kummer erst durch Eingreifen der Erwachsenen. Das „unverbogene" Kind hilft spontan dem andern und wächst daran. Die Haltung zu kooperieren ist um vieles besser ausgebaut als die zu konkurrieren. Kinder entwickeln einen Sinn dafür, andere und ihr Werk zu respektieren, ein Gefühl, ob der Andere voll in seiner Arbeit aufgeht und Störung mehr als nur eine Unterbrechung wäre, ob der Andere Hilfe braucht oder ob Hilfe eine Beleidigung wäre, ein ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit. Freiheit und aktive Arbeit in einer guten Umgebung sind die Bedingungen, die dieses Sozialverhalten wachsen lassen.

Kinder, die Freiheit und Frieden genießen dürfen, entwickeln ihre Persönlichkeit, sie werden unabhängig, zuverlässig und selbstverantwortlich. Diese Freiheit ist keine grenzenlose Freiheit, die Grenzen werden weniger von außen gegeben, sie sind im Kind angelegt, sie leiten sein Handeln ebenso wie seine Gemütsregungen, seine Gedanken.

Freiheit mit Grenzen führt das Kind zum Verstehen der Gesetze des Lebens.

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